Media Mundo Kongress

2. Kongress für nachhaltige Medienproduktion im Mai 2010



Die Videodokumentation des 2. Media Mundo-Kongress 2010 jetzt verfügbar - Sonderkonditionen für f:mp.-Mitglieder, sowie Teilnehmer des Kongresses 2009 bzw. 2010. Ebenfalls gibt es Sonderkonditionen für Mitglieder der Partnerverbände (IRD, FCP, und BDG) Anfrage per e-Mail an fmp-Geschäftsstelle:

Vorträge im Detail und zugehörige PDF-Downloads



KeyNote: Das 1x1 der Klimakrise
KeyNote-Sprecher: Prof. Stefan Rahmstorf lehrt er als Professor im Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam

„Das Klima der Erde ist das Ergebnis einer Energiebilanz, bei der die Energie von der Sonne kommt. Ein Teil der Sonneneinstrahlung wird reflektiert, insbesondere von den hellen Schnee- oder Wolkenoberflächen. Die Erde selbst strahlt wiederum Energie nach Maßgabe ihrer Temperatur ab. Dadurch stellt sich ein Gleichgewicht ein, das nach dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik die globale Durchschnittstemperatur bestimmt“, erklärt Prof. Rahmstorf. Eine Änderung der globalen Temperatur könne entweder durch eine Änderung der Sonneneinstrahlung, der Wärmeabstrahlung oder des reflektierenden Anteils bewirkt werden. Letzteres sei zum Beispiel durch die Änderung der Landnutzung wie die Umwandlung von Wald in Ackerflächen möglich.
Der starke Anstieg der CO2-Konzentration ist vollständig vom Menschen verursacht. Prof. Rahmstorf: „Man kann auch die Bilanzrechnung aufstellen: Wie viel Kohle, Erdöl, Gas wurde verbrannt? Die Menge, die sich jetzt in der Luft angesammelt hat, ist nur etwa die Hälfte dessen, was wir aus fossilen Ressourcen in die Luft gepustet haben. Die andere Hälfte der Emissionen ist über den Gasaustausch an der Meeresoberfläche im Ozean gelandet. So beobachten wir heute, dass die CO2-Konzentration nicht nur in der Luft ansteigt, sondern auch in den Weltmeeren. Das ist ein weiteres Problem, da CO2 in Meerwasser gelöst Kohlensäure bildet. Das führt zu einer Versauerung des Meeres, die wir heute schon messen können und die ganz massiv die Ökosysteme im Ozean bedrohen.“
Bei einer ungebremsten CO2-Emission würde bereits in 50 Jahren eine kritische Grenze erreicht. Prof. Rahmstorf: „CO2 hat eine Klimawirkung. Der Treibhauseffekt wurde schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts nachgewiesen. Quantifiziert wurde dieser Treibhauseffekt zum ersten Mal vom schwedischen Nobelpreisträger Svante Arrhenius 1896. Er hat ausgerecht, dass eine globale Erwärmung von vier bis sechs Grad durch eine Verdoppelung der CO2-Menge in der Luft verursacht würde. Die modernen Abschätzungen liegen bei etwa drei Grad. Demnach hat der Mensch bis heute eine Klimaerwärmung von 0,9 Grad verursacht.“
Eine Erwärmung von etwa 0,8 Grad ließe sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts anhand von Messwerten nachweisen. Auch vom All aus sei die Erwärmung zu sehen. „Die Meereisbedeckung auf dem arktischen Ozean ist in den letzten Jahrzehnten fast um die Hälfte verloren gegangen. Im letzten Jahr sind erstmals zwei Frachtschiffe durch die Nordostpassage gefahren“, so Prof. Rahmstorf. Diese Entwicklung habe der Weltklimarat (IPPC) in seinen Modellen deutlich unterschätzt.
Die zukünftige Entwicklung hänge im Wesentlichen von den Emissionen ab. Bei hohen Emissionen würde die globale Erwärmung am Ende des Jahrhunderts bei zwischen vier und sieben Grad liegen. Bei relativ niedrigen Emissionen liege diese noch zwischen zwei und drei Grad. „In Kopenhagen wurde Einigkeit darüber erzielt, die Erwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Ohne tiefgreifende Klimapolitik wird dieses Ziel nicht erreicht werden. Wir müssen also deutliche Klimaschutzmaßnahmen ergreifen“, so Prof. Rahmstorf.
Noch sei es möglich, das Ziel von Kopenhagen zu erreichen. Prof. Rahmstorf erklärt: „Wir haben eine begrenzte Gesamtmenge an CO2 zur Verfügung, die wir noch ausstoßen können. Je nach Wahrscheinlichkeit, mit der wir unter zwei Grad bleiben wollen, liegt diese um die 700 Milliarden Tonnen. Bei der jetzigen Emissionsrate haben wir diese jedoch nicht in 40, sondern in 20 Jahren erreicht. Es ist also ganz klar, dass die Emissionen sehr rasch fallen müssen. Es ist höchste Eile geboten.“
PDF-Download: StefanRahmstorf.pdf [PDF 2.417 KB]

Sustainability Re-designed
Referentin: Susanne Klaar, Dipl.-Designerin (FH)
Ein Rückblick auf die Studienergebnisse und ein Ausblick in die Zukunft der Nachhaltigkeit als existenzieller Markenwert.
Angesichts der gegenwärtigen sozialen und politischen Besorgnisse um umweltpolitische Themen und dem steigenden Bewusstsein zur Notwendigkeit des Überdenkens von Lebensweisen in nachhaltige Systeme, bringt Susanne Klaar in ihrer vielschichtigen Untersuchung Sustainability Re-designed einen Aufruf zum Besseren vor, gerechtfertigt durch ökologische Themen zeitgenössischer Markenstrategien und Firmenkommunikation.
Sie bezieht Stellung zu den momentanen Erscheinungen von `grünen Anstrichen´von Marken, welche in ihrer zunehmenden Willkür eher zur Verwirrung des Verbrauchers in der Rezeption der Marken führt. Sie erörtert die Schwäche von Marken, die glauben durch einen solchen Auftritt im Zeichen der Nachhaltigkeit ungerechtfertigt punkten zu können und entlarvt diese. Vermehrt führt dieses Vorgehen zu einem Reinwaschen der Marken im Bilde der Öffentlichkeit, das einem Etikettenschwindel gleich kommt und lediglich auf PR- und Marketingmaßnahmen beruht.
Susanne Klaar überprüft diese Strategien durch kritisches Hinterfragen von Werbekonzepten. Die Bildsprache, die gewöhnlich von Werbeagenturen eingesetzt wird, um Nachhaltigkeit zu verkaufen wie ein beliebiges anderes Produkt, scheint nicht nachhaltig in sich selbst. Abschließend stellt Susanne Klaar die in hohem Maße relevante und dringende Frage nach der Designkultur und welche Haltung der Kommunikation notwendig ist, Nachhaltigkeit glaubwürdig zu transportieren.

Vortragsdownload: S_KLaar_small.mov [MOV 23.434 KB]

Green Business 2010
Referent: Alexander Rossner, Geschäftsführer ClimatePartner Deutschland GmbH
Alexander Rossner fasst Entwicklungen zusammen, die sich in Nachhaltigkeit und Klimaschutz im vergangenen Jahr ereignet haben und beleuchtet dabei gleichermaßen Politik und Wirtschaft. War Kopenhagen das Ende oder erst der Anfang? Welche Branchen sind die Vorreiter, welche die Nachzügler bei der Erfüllung grüner Ansprüche? Sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit bereits beim Konsumenten angekommen oder bestimmt nach wie vor das B2B-Geschäft die grüne Szene?

Die Angst vor Klimaveränderungen ist laut Alexander Rossner überraschend gering. Während nach einer Umfrage des Spiegels 2006 noch etwa 60% der Befragten angaben, Angst vor Klimaveränderungen zu haben, hat sich das 2010 umgekehrt: 60% der Befragten hatten davor keine Angst.
Um zu verdeutlichen, welche Möglichkeiten bestehen, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden, zitierte Alexander Rossner aus einer wegweisenden Rede zur Ressourcenschonung von Bill Gates anlässlich der TED2010-Konferenz die Formel: CO2 = P * S * E * C (Menschen * in Anspruch genommene Services * Energieverbrauch pro Service * Anteil des CO2 am Energieverbrauch). „Schaut man sich die Statistiken an, ist es vergleichsweise unwahrscheinlich, dass die Weltbevölkerung sich mindert. Im Bereich der Services wird niemand bereit sein, auf liebgewonnene Gewohnheiten zu verzichten. Beim Thema Energieeffizienz sind weltweit bereits große Fortschritte zu verzeichnen, die aber bei Weitem nicht ausreichen, um die notwendige Energiewende herbeizuführen. Ergo haben wir nur noch einen Faktor, den CO2-Anteil an Energie.“
Die meisten Menschen hätten verstanden, wie wichtig es sei, Ressourcen zu schonen. Alexander Rossner zeigte dazu einige Ergebnisse aus dem Trend Report Grün. Demnach interessierten sich zwei Drittel der Bevölkerung für in irgendeiner Weise ethisch korrekte Produkte. Gegenüber Unternehmen, die gegen den Umweltschutz verstoßen, sei eine deutlich ablehnende Haltung spürbar. Die gleiche Studie belegt, dass Konsumenten Informationen zu Nachhaltigkeitsleistungen zwar in erster Linie über unabhängige Siegel suchen. „Überraschend war aber, dass 41% der Befragten Informationen auf den Produktverpackungen des Anbieters und von der Website gewinnen. Das ist ein unglaubliches Potenzial zur Vermarktung von Nachhaltigkeitsleistungen aller Art.“ Dementsprechend würden sich 84% der Befragten wünschen, dass Hersteller bei der Produktvermarktung stärker über Nachhaltigkeitsleistungen informieren. „Das ist ein riesiges Defizit“, kommentiert Alexander Rossner.
GreenBiz hat in einer umfassenden Studie 20 Trendindikatoren für Green Business Entwicklungen geclustert. Fortschritte sieht GreenBiz im Wesentlichen bei Cleantech-Patenten und Energieeffizienz. Zu den Gewinnern gehört auch grüne IT und grüner Büroraum, Papierverbrauch, Recycling und Wassereffizienz. Die CO2-Intensität und Elektroschrott werden als große Problemfelder herausgearbeitet. Alexander Rossner: „Zwar sinken die Emissionen relativ zum Bruttoinlandsprodukt, aber eben nicht schnell genug. Das ist fatal, wenn man sieht, wohin die politische Entwicklung geht.“
Der Sustainable Marketing Guide von CSR Europe zeigt auf, wie Werbebotschaften, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, ausgestaltet sein sollten. „Das klingt so trivial: Eine Botschaft, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt, muss ehrlich, präzise und beweisbar sein. Die Aussage muss in irgendeiner Form relevant sein für das Produkt und seine Umwelteigenschaften.“ Es reiche nicht, unspezifisch zu sagen, das Produkt sei grün, nachhaltig oder umweltfreundlich. Bei unkorrekten Informationen ließen aufgeschlossene Kunden entsprechende Produkte sogar im Regal stehen. „Das ist die Kehrseite des Markenbewusstseins.“
PDF-Download: GreenBusiness2010.mov [MOV 64.148 KB]

Budgets unter Druck: Ist Nachhaltigkeit im Corporate Publishing noch ein Thema?
Referent: Rainer Burkhardt, Geschäftsführender Gesellschafter der KircherBurkhardt GmbH

Als Medienagentur beschäftigt sich KircherBurkhardt schon lange mit der Wirksamkeit von Kommunikation und der Konzeption effizienter Medien. „Auf dieser Grundlage stellen wir uns immer wieder die Frage, wie kann man Rezipienten begeistern? Wie kann man Lerneffekte erzielen? Wie kann man beim Leser Interesse wecken?“, so Thomas Schoos.
Am Anfang der Recherche sollte deshalb stets die Frage stehen, ob überhaupt die Chance auf Kommunikation besteht. Thomas Schoos: „Es gibt Studien, die belegen, dass 80% aller Kommunikation gar nicht stattfindet. Das ist auch ein Nachhaltigkeitsproblem. Es gibt zu viel belanglose, willkürliche Kommunikation.“ Gerade im Corporate Publishing sei die Vorgehensweise dagegen seit jeher im tiefsten Kern nachhaltig. „Es geht hier um langfristige, vorausschauende und konstruktive Strategien, denn nur diese schaffen Glaubwürdigkeit und Mehrwert für Kunde, Mitarbeiter und Produkt“, so Thomas Schoos.
Bei den Kunden der Medienagentur sei darüber hinaus ein deutliches Interesse für die Thematik der Nachhaltigkeit festzustellen. „Grüne Themen werden gerne in die Kommunikationsstrategie eingebunden.“ Das treffe auf Produktionsweisen, die immer einfacher auch nachhaltig gestaltet werden könnten. Das vorhandene Interesse belegte er am Beispiel des „on“-Magazin“ von E.ON. In dem in einer sehr hohen Auflage produzierten Magazin steht stets der Blaue Umweltengel neben dem Impressum. Auch die „DB Welt“ habe vor Kurzem eine ‚grüne’ Ausgabe produziert. „Man kann sich natürlich fragen, ob es sich dabei um Greenwashing handelt oder substanzielles Commitment dahinter steht. Allerdings wurde hier nicht nur umweltfreundlich produziert und CO2-neutral versandt, sondern es wurden auch ausschließlich grüne Themen behandelt.“
Dieses Interesse an Nachhaltigkeit im Corporate Publishing begründete Thomas Schoos exemplarisch mit der Konsumentenforderung. „Es gibt nicht einen Verbraucher in Europa, der sich noch nicht in irgendeiner Weise mit der Thematik der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt hat.“ Zudem handele es sich um einen Meta-Trend, der nicht mehr zu umgehen sei. Für eine nachhaltige Kommunikation sei allerdings ein Umdenken notwendig. Thomas Schoos: „Man darf die eigene Marke nicht einfach als Schlüssel zum Kunden sehen. In der spätkapitalistischen Marktwirtschaft haben die Menschen bereits sehr viele Marken erlebt. Dadurch entsteht eine gewisse Reizüberflutung. Die Endverbraucher orientieren sich daran, was ihnen einen konkreten Nutzen bringt. Das gilt auch für das Corporate Publishing: nicht fluten, sondern zielen. Wir müssen also auf den konkreten Lebenskontext der Leser eingehen.“
In der Gesellschaft sei zurzeit ein deutlicher Wandel zu spüren. „Die sogenannte LOHAS sind keine Systemkritiker, sondern Reformer. Sie wollen eine bessere, grüne Welt, und zwar nicht durch Verzicht, sondern durch bessere Ideen und bessere Technologien. Das sind die Kunden nicht nur von heute, sondern auch von morgen.“
Nachhaltiges CP beschränke sich dementsprechend nicht auf die Nutzung von Recyclingpapier. „Effiziente Workflows, grüne Unternehmenskultur, Senkung der Produktionskosten, Effizienz, aber auch Qualität, Hochwertigkeit und ein gutes Design – das alles fällt unter das Stichwort der Nachhaltigkeit.“
PDF-Download: RainerBurkhardt.pdf [PDF 6.434 KB]

Nachhaltigkeit? It’s the economy, stupid!
Referent: Henning Krause, Präsident des BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner e.V.
Auf Dauer kann sich keiner der Marktveränderungsdynamik entziehen. Was Kunden nachfragen, werden Designer und Produktioner liefern. Doch wer sich proaktiv an die Spitze der Veränderung stellt, wird mit nachhaltigem ökonomischem Erfolg belohnt. Henning Krause klärt Begriffe und zeichnet die Chancen und Risiken künftiger Entwicklungen auf.

Bill Clinton hatte den Wahlausgang einmal mit der Bemerkung „It’s the economy, stupid!“ kommentiert. Henning Krause, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Kommunikationsdesigner (BDG) untermauerte in seinem Vortrag, dass diese Aussage in gewisser Weise auch auf Nachhaltigkeit zutrifft: Sie gewinnt durch die Wirtschaft.
Laut Henning Krause ist der Trend Nachhaltigkeit im Kommunikationsdesign noch gar nicht angekommen. „Häufig sind unsere Kunden weiter als wir. Im Produktdesign oder auch im Modedesign ist das anders. Aber im Kommunikationsdesign ist der Bezug zur Ökologie mit dem Schreiben von E-Mails oder dem Generieren von PDFs nicht so offensichtlich. Und das ist auch eine Botschaft, die Designer häufig an Kunden aussenden.“
Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit seien die ökologische, die soziale und die wirtschaftliche Dimension. „Wenn Unternehmen zum Beispiel nicht sozial verträglich produzieren, bekommen sie dies bald zu spüren. In einer durch das Internet in Echtzeit vernetzten Welt geht das sehr schnell“, so Henning Krause. Auch die wirtschaftliche Komponente sei nicht zu vernachlässigen. „Wenn ein Unternehmen morgen nicht mehr existiert, da es nicht nachhaltig gewirtschaftet hat, kann es auch nichts mehr bewirken. Im Grunde seines Herzens möchte aber jeder Unternehmer die Welt ändern, zumindest zu seinen Gunsten. Deshalb zählt das in der Diskussion mit Unternehmen, die für Nachhaltigkeit keine Sorge tragen, zu meinen liebsten Argumenten.“
Wie entwickelt sich jedoch aus ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit auch wirtschaftliche Nachhaltigkeit? Henning Krause: „Artikulierte Kundenwünsche werden die Unternehmen verändern, denn diese können in Zukunft nur überleben, wenn sie Kundenwünsche befriedigen. Der Konsumismus läuft aber als Rollenmodell für die Menschheit aus. Es gibt zum Beispiel eine Klasse von Leuten, die nicht mehr ‚nur’ konsumieren, sondern besser konsumieren wollen.“ Das sehe man auch in dem unglaublichen Anwachsen des Berufsstandes des Kommunikationsdesigns, der in der Zeit vor der Finanzkrise in drei aufeinanderfolgenden Jahren um weit über 10 Prozent gewachsen sei. „Es gibt ganz offensichtlich einen Bewusstseinswandel, eine Trendwende der Konsumentenziele von der Quantität weg hin zur Qualität“, erklärt Henning Krause. Gleichzeitig könne man eine Trendwende weg von Massenmedien hin zu Netzen beobachten. „Das hat Folgen. Glaubwürdigkeit und Ganzheitlichkeit rücken in den Mittelpunkt.“
Henning Krause hält fest: „Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Etikett. Es fordert vielmehr eine tiefgreifende strategische Änderung für ein Unternehmen. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht mehr quantitatives, sondern qualitatives Wachstum als Ziel verstehen. Allerdings gibt es für quantitatives Wachstum vollkommen natürliche Grenzen.“ Es gehe deshalb um Effizienzsteigerung, mit weniger Ressourcen zumindest das gleiche zu erreichen.
Als Beispiel für eine strategische Änderung eines Unternehmens nannte Henning Krause die US-amerikanische Handelskette Wal-Mart. „Wenn ein solch riesiges Unternehmen künftig nachhaltig wirtschaften will, hat das tiefgreifende Konsequenzen für die Wirtschaft. Das wird bereits klar, wenn man sich vorstellt, dass auf den vielleicht 100.000 Produkte, die hier angeboten werden, ein Etikett mit dem Herstellungsweg kleben soll. Das ist nicht nur ein sehr hoher Anspruch für Wal-Mart selbst, sondern bedeutet auch, dass jeder Lieferant diesen Weg mitgehen muss. Das ist das erste Zeichen einer wirklichen Trendwende.“
Henning Krause sieht eine glaubwürdige Strategie für nachhaltiges Wirtschaften als echten Marktvorteil. „Wer sich als erster auf nachhaltige Produktion spezialisiert, kann auch die First Mover Dividende erzielen.“
PDF-Download: HenningKrause.pdf [PDF 55 KB]

Nachhaltigkeit und Qualität bei Corporate Videos
Referent: Nikolai A. Behr, Vorsitzender der Corporate TV Association (CTVA) e.V.
Der Markt für Imagefilme und Corporate-TV ist in den vergangenen Jahren, nicht zuletzt durch die Digitalisierung und den Web 2.0-Boom, stark gewachsen. Durch die höheren Bandbreiten sind zunehmend auch qualitativ hochwertige Filme gefragt. Von diesem großen Kuchen wollen teilweise auch unerfahrene oder sogar unseriöse Firmen ein Stück abhaben und locken mit Dumping- und Sparangebote, zum Schaden der gesamten Branche. Auch wenn die Technik zur Produktion eines Films in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich günstiger geworden ist, hat Qualität auch heute noch ihren Preis. Denn auch die Idee bzw. der kreative Prozess, der der rein technischen Produktion vorausgeht, muss bezahlt werden.
Und hier setzt die Nachhaltigkeit an: Nur wenn ein Unternehmen langfristig seine Kommunikationsmaßnahmen plant und aufeinander abstimmt, wird die Kommunikation auch als authentisch und glaubhaft wahrgenommen. Kurzfristige produzierte „Imagefilme“ vom Freund des Kollegen, der alles zusammen für „einen Tausender“ macht, können dem Unternehmen und seinen Produkten kaum gerecht werden und werden die Kommunikationsziele des Unternehmens nicht erfüllen. Im besten Fall entsteht kein direkter Kommunikationsschaden. Im schlechtesten Fall aber bleibt ein schlechter Film jahrelang im digitalen Gedächtnis und wirft ein schlechtes Licht auf die Firma und ihre Produkte.
Nachhaltigkeit in der Corporatefilm-Produktion heißt nicht nur, dass auf umweltschonende Produktionsmöglichkeiten gesetzt wird, sondern auch, dass die Filme oder Teile davon lange eingesetzt werden können und eine positive Wirkung beim Zuschauer erreichen.

PDF-Download: NikolaiBehr.pdf [PDF 4.259 KB]
Dr. Behr versteht Print und Video nicht als Gegensätze, sondern als sich ergänzende Medien, die zukunftsorientiert wichtige Synergien bilden. Dies zeige sich in der Verknüpfung von Printkampagnen und Internetangeboten und werde sich künftig wohl auch im Bereich der Printed Electronics niederschlagen.
Die CTVA wurde 2003 als erster Verband gegründet, der sich für die Belange der Stakeholder im Bereich Corporate TV und Corporate Video einsetzt. Ein wichtiges Ziel sei dabei, eine klare Abgrenzung gegen werbliche Inhalte zu schaffen. „Wenn ein Beitrag journalistisch aufgebaut ist, dann ist das für uns Corporate TV. Wenn es dahingegen nur um das Produkt und die Produkteigenschaften geht, würden wir den Beitrag eher der Werbung zuordnen. Anders gesagt sind alle Unternehmensfilme, die nicht unter die Begriffe Rundfunk oder Werbung fallen, Corporate TV“, erläuterte Dr. Behr.
Das Thema Corporate TV sei auch nicht so neu, wie mancher vielleicht glauben würde. 1995 startete es, als einige Banken anfingen, Mitarbeiterfernsehen zu produzieren. Über einen eigenen Fernsehkanal, der auch über Satellit übertragen wurde, wurden damals Mitarbeiter über aktuelle Geschäftsstrategien und neue Produkte informiert. „Im Rahmen der Dotcom-Blase ist das Produktionsvolumen 1999 dann ziemlich angestiegen. Seinerzeit sind die Controller der Banken eingeschritten, da allein bei der Deutschen Bank angeblich ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag dafür ausgegeben wurde. Seit 2001 erleben wir wieder eine kontinuierliche Entwicklung. Diese begründet sich aus der Weiterentwicklung des Mitarbeiter- und Kunden TVs.“
Derzeit gebe es rund 150 Unternehmen in Deutschland, die große Corporate-TV-Anwendungen für Mitarbeiter und Kunden produzieren. Getrieben werde diese Entwicklung auch durch das Web. „Durch den YouTube-Boom haben viele Unternehmen gemerkt, dass man im Vergleich zu vorher relativ günstig auf diese Weise emotional zu den Stakeholdern kommunizieren kann. In allen drei Bereichen – Produktion, Postproduktion und Vertrieb – sind die Kosten signifikant gefallen“, so Dr. Behr.
Um die Kostendimension zu verdeutlichen, beschrieb Dr. Behr ein früheres Projekt DaimlerChryslers. Das Unternehmen habe seinerzeit ein Schulungsprogramm für die Mitarbeiter weltweit an über 400 Standorten aufgebaut. Das Programm sei in neun verschiedenen Sprachen übersetzt und von etwa einem guten Dutzend Satelliten, welche extra für diesen Zweck angemietet worden seien, übertragen worden. „Man kann sich leicht die damit verbundenen Kosten vorstellen. Im Gegensatz dazu werden heute allenfalls noch ein paar DVDs gebrannt, aber im Wesentlichen werden Bewegtbildinformationen über das Netz übertragen.“ Ökostrom und klimaneutral gestellte Server würden dazu beitragen, die Verbreitung der Daten auch umweltverträglich zu realisieren.
„Zu den Klimaauswirkungen der Kameras und Computer liegen derzeit noch keine verlässlichen Angaben vor. Daher ist dieser Aspekt schwer zu fakturieren. Dafür kann man sagen, dass die neuen Speichermedien deutlich zur Umweltentlastung beitragen. Wo früher auf Celluloid und später auf Videoband gedreht wurde, liegen die Daten nun rein digital vor. Dies hat auch aus Sicht der Kosten signifikante Vorteile.“
Als Themen für das Corporate TV eigneten sich Berichte über Prozesse, die Motivation des Unternehmens und der Mitarbeiter sowie Gebrauchsanleitungen, Schulungen und Unterhaltungsprogramme. Auch das Thema Nachhaltigkeit könne durch das Medium Film emotional und glaubwürdig transportiert werden. „Nachhaltigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil und sollte daher kommuniziert werden. Das trifft besonders dann zu, wenn der Wettbewerber diesen Vorteil zu nutzen beginnt und man selbst plötzlich die eigene Nachhaltigkeit dokumentieren muss.“
Viele der momentan produzierten Filme seien immer noch zu werblich, auch wenn sie als Informationsfilme deklariert würden. „Ich glaube aber, dass man hier auf einem sehr guten Weg ist, um dies zu ändern. Das ist für die Glaubwürdigkeit des Themas wichtig. Schließlich zeigt sich heute schon deutlich, dass Corporate TV ein ganz entscheidender Treiber in der Kommunikation ist.“

Zukunft ist jetzt - Medienproduktion: gemeinsam stark durch Vorsprung und Wandel
Referent: Lorenz Mayer-Kaupp, Supply-Chain-Master "Print" der Zumtobel Gruppe
Bedürfnisse auf Kundenseite frühzeitig erkennen und in bedienbare Angebote für künftige Bedarfe transformieren – das ist Erfolg.
Die Grundlage, um dabei langfristig oder auch für abenteuerlich klingende Ideen Unterstützung zu erfahren – die heißt Vertrauen. Beides neben dem Tagesgeschäft her möglichst effizient und wettbewerbsfähig zu generieren – das ist die Königsdisziplin des Medienproduktioners.
Was er dabei bieten kann und was er dazu benötigt:
Ein Beispiel aus der Praxis, aufgezeigt anhand der Entwicklung des Beschaffungsmodelles für einen Konzernbedarf.
Und eine Einladung zum Teil haben, zum reflektieren – und sich so vielleicht eine Inspiration für den Erfolg von morgen mitnehmen zu können.

Zunächst warf Lorenz Mayer-Kaupp einen Blick in die Vergangenheit, der an die Wurzeln der Branche erinnerte. „Vor 20 Jahren hat es sich richtig gelohnt, eine Druckerei zu betreiben. Die ersten Macs nahmen Einzug in die Agenturen. Fünf Jahre später waren bereits die Reinzeichnungsstudios verschwunden. Die Lithokosten für einen zweiseitigen Flyer betrugen rund 1000 DM und die Schweden begannen, PDFs an Verlage zu schicken, während man in Deutschland noch gar nicht wusste, was das ist. Vor zehn Jahren kamen dann die Plattenbelichter. Die ersten langen Maschinen im 3B-Bereich haben die Überkapazitäten aufgebaut. Plötzlich stand man als Produktioner mit Densitometern an der Druckmaschine. Vor fünf Jahren war es nicht mehr so lohnend, eine Druckerei zu betreiben, und es war relativ normal, sich über Prozess- und Hausstandards zu unterhalten. Druck war nun nicht mehr nur etwas Visuelles, sondern auch etwas mathematisch Fassbares.“
Gespannt könne man also sein, wo die Entwicklung hinführen werde. Vor allem zwei Aspekte zeichneten sich bereits ab. Lorenz Mayer-Kaupp: „Zum einen wird sich das Tempo sicher nicht verlangsamen. Zum anderen bin ich davon überzeugt, dass es einen klaren Trend gibt, in welche Richtung die Entwicklung gehen wird“. Diesen Trend belegte er anhand zweier Modelle, dem Produkt- und Prozessinnovationszyklus von Prof. Dr. Klaus Thaler und dem Modell der erbrachten Leistung.
„Der Produkt- und Prozessinnovationszyklus beschreibt sehr schön die Situation, in der wir uns heute befinden. Es gilt, in quality, in time und in budget zu produzieren. Wenn wir aus dieser Gleichung die Qualität entfernen, dann sind die Zeiten und die Kosten Punkte, an denen man eingreifen kann. Der große Hebel sind die Prozesse, die hinter den Jobs stehen“, erläuterte er.
Am Modell der erbrachten Leistung werde deutlich, dass die gesamte Leistung, die ein Produktioner, eine Produktionsagentur oder ein Druckdienstleister erbringt, nicht vollständig erkannt oder anerkannt wird. „Es ist meistens so, dass nur ein bestimmter Teil anerkannt wird. Der andere Teil fällt dem Kunden gar nicht auf oder er wünscht ihn nicht. Dafür wünscht er sich ganz andere Dinge, um die der Dienstleister nicht weiß oder um die er sich keine Gedanken gemacht hat.“ Vor allem Letzteres sei ein ganz wichtiger Punkt, da dies zu einem Verlust führe. „Es ist die Frage, ob dies nur ein Imageverlust ist oder ob es sich um eine Fehlinvestition handelt. Das eröffnet die Möglichkeit, Teile der Aufwände zu verlagern, sich zu differenzieren und einen Mehrwert zu generieren. Wenn es dagegen nicht möglich ist, für eine gewisse Leistung einen gewissen Betrag zu erwirtschaften, ist es sinnvoll, sich Gedanken darüber zu machen, die vergleichbare Leistung in einem anderen Kontext darzustellen“, so Lorenz Mayer-Kaupp.
„Ich glaube die Gewinner von morgen müssen nicht diejenigen sein, die gleich alles umstellen. Ich glaube, dass es diejenigen sind, die sich genau anschauen, was sie tun, und sich dann konsequent in die richtige Richtung zu entwickeln wissen.“ Lorenz Mayer-Kaupp riet dazu, verschiedene Sichtweisen zu nutzen, um mögliche Trends frühzeitig zu erkennen. „Wie funktionieren die Bedarfe? Wer entscheidet? Ein Grafiker kann zum Beispiel sehr froh sein, wenn sich jemand um die Aufträge kümmert, der Fehler elegant aufarbeitet. Der Einkäufer dagegen geht primär über den Preis. Die Bedarfe müssen dann auch ein Stück weit qualifiziert werden. So ist die Notwendigkeit des Informationsaustausches bei Printmedien, die jedes Mal neu angelegt werden, sehr viel größer als bei wiederholbaren Printmedien. Bei reinen Wiederholungskäufen können viele Dinge einfacher gestaltet werden, indem Standards geschaffen und wiederholbare Routinen möglichst automatisiert werden. Dort sehen wir das größte Optimierungspotenzial.“
Zumtobel Lighting habe bereits seit einiger Zeit dem Wunsch der eigenen Kunden nach effizienteren Printprodukten und damit verbunden effizienteren Prozessen entsprochen. „Um bestimmte Produkte sehr genau auszudrücken und sehr schnell Preise abzugeben, haben wir uns damals dazu entschlossen, eine Datenbank zugrunde zu legen. Damit lassen sich nicht nur bestimmte Produkte spezifizieren und bepreisen sowie Aufträge von überall her transparent nachvollziehen, sie bietet zum Beispiel auch die Möglichkeiten des Controllings. Es wird heute erwartet, dass man zu bestimmten Kenngrößen fundierte Aussagen treffen kann. Ein Vorteil ist, dass wir Leistungsmerkmale ganz bewusst aus den klassischen Aufträgen rausgenommen haben.“
Wichtig sei es in erster Linie, die Prozessbeteiligten mehr und mehr als Kunden zu verstehen. „Je besser es gelingt, die Sichtweisen der Beteiligten zu einem bestimmten Teil nachzuvollziehen, desto besser gelingt es, miteinander die Auftragskomplexität, die sich in Zukunft sicher weiter erhöhen wird, zu beherrschen und die Anforderungsvielfalt zu bewältigen. Wer die Anforderungsvielfalt beherrscht, beherrscht den Markt.“
PDF-Download: MayerKaupp.pdf [PDF 1.514 KB]

Erfahrungsbericht zur Einführung der "nachhaltigen Medienproduktion" im Akzidenzeinkauf eines Pharmaunternehmens
Referent: Steffen Rennstich, Senioreinkäufer Print & Promotion, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Ressourcenschonender Einkauf, der verantwortungsvolle Umgang mit Leistungspartnern und Wirtschaftlichkeit sind das A und O für unsere Aktivitäten. Berichtet wird über die Idee, die Informationsrecherche und die Einführung diverser Maßnahmen zur "nachhaltigen Medienproduktion". Deutlich wird dabei: Der Weg ist das Ziel.

„Zu Beginn meiner Tätigkeit habe ich mir die Frage gestellt, was ich für Boehringer erreichen möchte, um die Medienproduktion effizient zu gestalten und strategischer arbeiten zu können“, erzählt Steffen Rennstich. Bei Böhringer Ingelheim lege man Wert auf nachhaltiges Wirtschaften und insofern auch nachhaltiges Produzieren.
Printbuyer hätten allerdings in erster Linie nicht unbedingt klimaschutzrelevante und soziale Aspekte im Sinn. Steffen Rennstich erklärt: „Ich muss darauf achten, dass die materialwirtschaftlichen Grundsätze gewährleistet sind. Welcher Preis wird mir geboten? Welche Qualität wird geliefert? Wann kann gedruckt werden?“
Bei Boehringer Ingelheim werde für den Akzidenzeinkauf zunächst eine Eingrenzung des Bedarfs anhand einer Analyse vorgenommen. „Diese Analyse ergibt, welche Auflage, Farbigkeit und Formate ich benötige. Mit den Lieferanten führen wir ohnehin sehr intensive Gespräche, welches Portfolio für uns interessant ist. Da spielt beispielsweise das Thema Format eine entscheidende Rolle. Reicht 3B aus, um den ganzen Bedarf abzudecken?“, so Steffen Rennstich. Außerdem werde festgelegt, auf Basis welcher Standardisierungen gedruckt werden solle. Entscheidungsrelevant seien darüber hinaus aber auch die verwendeten Materialien. Steffen Rennstich erklärt: „Es ist mein Leitgedanke, für die Firma Boehringer Ingelheim voranzugehen.“
Auf dem Weg zur nachhaltigen Medienproduktion war die Lieferantenoptimierung einer der ersten Schritte bei Boehringer Ingelheim. Steffen Rennstich erklärt: „Wenn ich versuche, Zertifizierungen durchzusetzen, muss ich gewährleisten, dass auch die Lieferanten diese erfüllen“. Zunächst sei es Ziel gewesen, einen Pool von fünf Druckereien aufzubauen, so dass sowohl die Dienstleister als auch das Pharmaunternehmen von Synergien profitieren könne. Um ein gewisses Kontingent planen zu können, wurde dies mit einem Rahmenvertrag schriftlich fixiert. Die Thematik der nachhaltigen Medienproduktion sei natürlich auch mit Kosten verbunden. „Deshalb geben wir den Druckereien die Sicherheit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Kunden- bzw. Lieferantenbindung ist in der heutigen Zeit sehr wichtig, denn nur so kann ich die Bedürfnisse nachvollziehen“, so Steffen Rennstich.
Als zweiter Schritt folgte dann die Standardisierung der Bedruckstoffe. Dazu wurden acht verschiedene Papierqualitäten, von Naturpapieren bis zu Bilderdruckpapieren, sowie Chromolux ausgewählt, die jeweils bei zwei Papiergroßhändlern bezogen werden. „Dieses System sorgt dafür, dass ähnliche Qualitäten ausgetauscht werden können.“
Schließlich folgte die Prozessoptimierung. Alle fünf Druckereien seien PSO-zertifiziert. Mittel- und kurzfristig ständen darüber hinaus noch weitere Schritte an. Steffen Rennstich: „Bezüglich der klimaneutralen Produktion sind bereits drei Druckereien zertifiziert. Bis Juli 2011 sollen die Restlichen noch folgen. Weitere Herausforderungen, denen wir uns noch stellen wollen, ist die Umstellung von FSC- zu Teilrecyclingpapieren und die Schaffung einer Bestellplattform.“ Auch beim Einkauf spiele Automatisierung und Prozessoptimierung eine entscheidende Rolle. „Die Kommunikation ist hierbei das Nonplusultra. Ohne Kommunikation kann kein partnerschaftliches Bündnis entstehen. Die Agenda der regelmäßigen Gespräche umfasst neben einem Statusbericht gemeinsamer Projekte deshalb auch Details wie die Umweltleistung der Druckerei oder Interna wie Organigramme“, erklärt Steffen Rennstich.
PDF-Download: SteffenRennstich.pdf [PDF 971 KB]

Nachhaltige Printproduktion – (auch) eine Frage der Kommunikation
Referent: Dieter Ebert, Qualitäts- und Umweltmanagementbeauftragter, Druckhaus Berlin Mitte
Der Vortrag beantwortet unter anderem folgende Fragen:
  • Welche Erfahrungen haben wir in den letzten Jahren auf dem Gebiet der nachhaltigen Printproduktion gesammelt?
  • Welche Anforderungen und Wünsche bestehen bei den Kunden?
  • Kritische Bewertung zur Entwicklung der nachhaltigen Printproduktion. (Differenzierung, Abgrenzung, Logoverwendung)
  • Welche Lösungsansätze sind aus Sicht einer Druckerei möglich und umsetzbar?
Durch Aufklärung Glaubwürdigkeit erzeugen:
(InaP) als Plattform zum Informationstransfer rund um das Thema nachhaltige Printproduktion (Kooperationspartner, Zielgruppen, Themen, Glaubwürdigkeit) – Erste Erfahrungen.

Zu Beginn zitierte Dieter Ebert den Erfinder des alternativen Nobelpreises, Jakob von Uexküll, der einmal sagte, dass im Prozess der Nachhaltigkeit die Medien vielleicht das größte Problem seien. „Betrachtet man die Massenmedien, dann spielt dort Nachhaltigkeit nicht die Rolle, die sie eigentlich einnehmen sollte. Ohne Präsenz in Medien kann man aber gesamtgesellschaftlich nichts effektiv vermitteln. Andererseits braucht man auch Zeit, um Komplexes zu kommunizieren“, so Dieter Ebert.
Es gebe in Druckereien oder Agenturen verschiedene Strategiestufen. Dazu zählte die Umsetzung von Einzelprojekten wie beispielsweise das klimaneutrale Drucken. „Damit bin ich nicht nachhaltig. Zwar sind Einzelprojekte wichtig, aber sie sind nur ein Baustein. Ganzheitlich gesehen verpuffen sie“, so Dieter Ebert. Die zweite Stufe sei Business Case. Es werde dann zwar viel in Sachen Nachhaltigkeit unternommen, aber nichts davon nach draußen getragen. Dieter Ebert: „Der Konkurrent oder Mitbewerber könnte etwas davon nutzen.“ Schließlich gebe es das nachhaltige Wirtschaften. „Dazu gehört auch Erfahrung zu vermitteln, einen Austausch anzuregen und gemeinsam etwas zu bewirken.“
Im Druckhaus Berlin-Mitte werde großer Wert auf nachhaltiges Wirtschaften gelegt. Das Unternehmen ist seit zehn Jahren bereits nach ISO 9001, ISO 14001 und EMAS zertifiziert. Darauf bauen verschiedene Einzelprojekte wie zum Beispiel klimaneutrales Drucken auf. Neuerdings setzt der Druckdienstleister verstärkt auf Recyclingpapier. Dieter Ebert stellte die Treibhausgas-Bilanz 2009 des Druckhaus Berlin-Mitte vor. 13 Tonnen Papier wurden allein für den Eigenbedarf wie Geschäftsbriefe und Rechnungen benötigt. „Wenn man dafür Recyclingpapier nutzt, könnte man den CO2-Ausstoß enorm mindern, denn für die Herstellung von Recyclingpapier fällt etwa 60% weniger CO2 an als bei normalem Papier. Dazu müssen aber die Hersteller von Kopiergeräten auch die Technik bereitstellen, damit ein solches Papier zum Beispiel keinen höheren Wartungsaufwand verursacht.“
Zum Zweck der Kommunikation wurde Ende März 2010 vom Druckhaus Berlin-Mitte das Informationszentrum für nachhaltige Printmedien (InaP) eröffnet. Im Vorfeld wurde eine Mappe gefertigt, bei der 40 Sorten Recyclingpapier in einer Kurve bedruckt wurden. Ziel war es, das Spektrum des Recyclingpapiers aufzuzeigen. „Ich muss dazu sagen, dass der Kunde auch hinter dem Recyclingpapier stehen muss, denn dies hat seine Eigenarten in der Bedruckbarkeit, im Geruch, in der Trocknung und in der Lackierung. Es gibt viele Erzeugnisse, für die Recyclingpapiere gut geeignet sind, aber es gibt auch Erzeugnisse, für die man es nicht nutzen sollte“, erläutert Dieter Ebert. Recyclingpapier sei aber schon allein insofern das wichtigste Papier, da die Naturressourcen nicht ausreichten, um den Bedarf zu decken. „Die Papierhersteller sind nicht in der Lage, den zunehmenden Bedarf an Frischfasern aus FSC-Wäldern zu decken.“
„In einer Studie im Auftrag der UN wurde herausgefunden, dass die 3000 Unternehmen, welche an der Zerstörung der Erde den größten Anteil haben, jährlich 2,2 Billionen Dollar aufbringen müssten, um die Schäden, die sie verursachen, zu beseitigen.“ Nach dieser Studie wird der Rohstoffsektor 18% mehr CO2 ausstoßen, die Versorgung 50%, der Verkehr 80%, der Agrarsektor 60% und die Forstwirtschaft 30%, wenn sich nichts an der jetzigen Situation ändert. Konstant wird der Dienstleistungssektor bleiben, der bislang nur 3% der Emissionen verursacht. Dieter Ebert hält fest: „Wir haben aber auch viele Möglichkeiten, die andere so nicht haben, und die wir nutzen sollten.“
Prof. Chan Kim, ein führender Professor der Ökonomie in den USA, habe zu diesem Thema ein sehr interessantes Buch herausgegeben. In „Der blaue Ozean als Strategie“ wird die gegenwärtige wirtschaftliche Situation mit einem Haifischbecken verglichen, in dem jeder den anderen auffressen will. In einer Studie untersuchte er, wie führende Unternehmen, die immer wieder mit Innovationen auf den Markt kommen, überleben. „Er stellte fest, dass diese Unternehmen Chancen nutzen und der Konkurrenz ausweichen. Sie schaffen neue Märkte. Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, gilt es also, die konzentrierte, nachhaltige Entwicklung nach vorne zu bringen.“
Dieter Ebert zitierte dazu auch Prof. Dr. Rogall. Er sei der Überzeugung, dass die traditionelle Ökonomie ausgedient habe. Diese verharmlose die Folgen der Übernutzung der natürlichen Lebensgrundlagen. Die Volkswirtschaft müsse sich nach den Zielen und Prinzipien einer nachhaltigen Ökonomie umstrukturieren und dazu neue Managementrichtlinien definieren. „Der Verbrauch der natürlichen Ressourcen muss in den Industriestaaten in den nächsten 40 Jahren um 80% vermindert werden. Das bedeutet aber nicht weniger als die Neuerfindung fast aller Produkte und Anlagen nach den Kriterien der Nachhaltigkeit.“
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Gegensätze ziehen sich an – zeitgemäße Kommunikation als nachhaltiges und erfolgreiches Medienprodukt
Referent: Johannes Ferger, Business Manager Production, Xerox GmbH

Die Nachhaltigkeit von Dokumenten ist ein Aspekt, der im Vortrag von Johannes Ferger, Business Manager Production bei Xerox, beleuchtet wurde. Dazu stellte er verschiedene nachhaltige Dokumenttechnologien von Print-on-demand bis Transpromo vor.
Über die nachhaltige Produktion hinaus sei zu bedenken, dass täglich unglaublich viel an Papier verschwendet werde, da viele Dokumente nicht wirklich für die Zielgruppe produziert würden. „Angefangen ganz speziell beim Mailing. Wenn man überlegt, dass beispielsweise ein Mailing, in einer Auflage von 120000 Exemplaren im Offsetdruck produziert und schwarz-weiß eingelasert, vielleicht eine Öffnungsrate von 5% und eine Responsequote von 0,2% hat, dann wird deutlich, wie hoch der CO2-Aufwand im Vergleich zum Erfolg ist“, erklärt Johannes Ferger. Es sei bedenklich wenn man von einem Pharmaimporteur höre, dass von den gedruckten Etiketten mehr wieder vernichtet als gebraucht werden. „Da nutzen auch FSC-zertifizierte Etiketten nichts mehr.“
Eine Lösung sei die Produktion nach Bedarf. Johannes Ferger erklärt: „Durch die Nutzung der neuen Medien wird Print unendlich viel effizienter, da er mit Onlinemedien kombiniert werden kann. So kann produziert werden, was der Kunde tatsächlich haben will. Das schafft eine sehr gute Kundenbindung. Die Nachhaltigkeit in der Kunden-Lieferanten-Beziehung kann somit hergestellt werden. Es werden alle Bestandsaufwendungen minimiert und es gibt keine Kapitalbindung.“ In Verlagen sei das seit 20 Jahren bereits Realität. In Industrieunternehmen spiele das Thema ebenfalls eine große Rolle. „Die ganzen Produkte wie beispielsweise die Begleitpapiere werden genau dann gedruckt, wenn es logistisch notwendig ist. Außerdem wird so stets die aktuellste Variante gedruckt.
Dazu bedürfe es allerdings eines anderen Aufwands. Johannes Ferger erklärt: „Die Produkte, die ein Industrieunternehmen produziert, sollten dazu weitgehend standardisiert werden. Es muss ein Automatismus existieren, um aus der Bestellung heraus produzieren zu können. Zudem muss sichergestellt werden, dass auch wirklich produziert und in der Logistikkette richtig weitergegeben wird. Schließlich ändert sich auch die Endverarbeitung, wenn man lediglich 20 Exemplare stanzen oder schneiden will.“
Ein zweiter interessanter Ansatz sei der variable Datendruck, der auf ähnlichen Prinzipien beruhe. „Damit kann man sehr zielgerichtet produzieren. Das reduziert die Druckauflagen und gleichzeitig die Seitenzahlen. Interessiert sich ein Kunde beispielsweise lediglich für Inhalte auf drei Seiten, braucht nicht der gesamte Katalog, sondern lediglich ein für ihn individuell gedruckter Katalog versendet werden.
Bei dieser Form der One-to-One-Kommunikation liege die Herausforderung in erster Linie bei den notwendigen Daten und der effizienten Erstellung. „Dabei geht es nicht nur um das Drucken, sondern auch um das Dokumentendesign. Änderungen im Textblock können gravierende Änderungen des Layouts bewirken. So verändert sich zum Beispiel die Seitenanzahl oder die Schriftgröße.“
Schließlich sei auch Transpromo ein sehr nachhaltiges Konzept. „Die Idee ist, Rechnungen zu verschicken und sie für individuelle Werbung zu nutzen“, erklärt Johannes Ferger. Dadurch würden allein durch den gemeinsamen Transport CO2-Emissionen sowie Portokosten gespart und gleichzeitig Streuverluste vermieden, da Rechnungen zu 95% gelesen würden. „Es gibt Untersuchungen darüber, wie viel Firmen durchschnittlich für Bestandskundenpflege ausgeben, wenn es um Direktmailings geht. Dieses Budget kann man gut in diese Richtung verschieben.“
Die Schwierigkeit einer erfolgreichen Transpromo-Strategie liege in dem Gegensatz zwischen Rechnungslegung und Marketing. Das sei ein nur schwer zu überwindendender Punkt. Außerdem müssten Rechnungen auch optisch mehr aufgewertet werden als dies bisher der Fall sei. „Der Return-on-Investment ergibt sich aus der starken Kundenbindung“, so Johannes Ferger.
Crossmediale Ansätze böten die Möglichkeit, gedruckte Dokumente mit elektronischen Medien zu verbinden. „Das klassische Mailing wird ergänzt durch eine persönliche E-Mail oder einen persönlichen Webauftritt. Dadurch lassen sich Responseraten ungemein erhöhen. Andererseits sind die Herausforderungen für die klassische Druckerei immens, die sich dazu in Richtung eines Mediendienstleisters neu definieren muss.“
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Status quo nach Kopenhagen?
Referent: Rainer Litty, Produktionsleiter WWF Deutschland

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Funktioniert nachhaltige Medienproduktion ohne Prozessoptimierung?
Referent: Eckhard Bölke, Geschäftsführer IRD e. V.
Die Devise ökologischen Handelns lautet: vermeiden, verringern, ausgleichen. Und genau in dieser Reihenfolge begründen sich Selbstverständnis, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Nachhaltigkeit. In der Konsequenz kann es deshalb nicht nur um Themen wie Materialien und Energieproduktion gehen, die Frage nach verschwendeten Ressourcen bei der Produktion selbst stellt sich in gleicher Weise. Prozessoptimierung wirkt also doppelt: ökologisch und wirtschaftlich. Die Stellschrauben liegen in Auftragsmanagement und Produktion. Auch einfache Ansätze bieten überraschende Effekte.

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Energiewende im Anmarsch – Was passiert auf dem Strommarkt – Wo geht die Reise hin?
Referent: Achim Geigle, Vorstand NaturEnergie AG

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FSC - Klasse statt Masse?!
Referent: Dr. Uwe Sayer, Geschäftsführer, FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V.
FSC - ein weiteres Zeichen im Schilderwald von Nachhaltigkeitsversprechen. Was steckt hinter dem FSC und wofür steht der FSC NICHT.
FSC muss derzeit Lösungen liefern einerseits für die Rettung der Regenwälder dieser Welt und andererseits für industrielle Massenproduktion. Andere Label haben vergleichbare Versprechen eine Unterscheidung wird für Laien immer komplexer.
FSC versteht sich als ein Zeichen, das Anwalt für verantwortungsvolle Produzenten spielen möchte. Dies ist ein Qualitätsanspruch, der nur bedingt mit Massenproduktion zu tun hat. Der Vortrag zieht eine scharfe Trennlinie dafür, was der FSC erreichen möchte und welche Ziele nur indirekt durch FSC-Akteure erreicht werden. Gleichzeitig werden Abgrenzungen zu anderen Labels aufgezeichnet.

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Mit Papier nachhaltig handeln und ökologische Einsparpotenziale nutzen
Referent: Sönke Nissen, Geschäftsführer, Initiative Pro Recyclingpapier
Papier ist der Stoff, aus dem die Medien sind. Ob als Unternehmensbroschüre, Werbeflyer, Kundenmagazin oder Briefpapier – Medienproduktion ohne Papier ist undenkbar. Doch so selbstverständlich, wie Papier tagtäglich verwendet wird, so wenig bewusst ist vielen Akteuren, dass mit der Wahl des Papiers in erheblichem Umfang ökologische Effekte verbunden sind. Vorreiter nachhaltigen Wirtschaftens entscheiden sich daher für Recyclingpapier, um wertvolle Ressourcen zu schonen sowie schnell und effektiv ihre Ökobilanzen zu verbessern.

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Ist Grün schön? Zukunftspotenziale für den Einsatz von Recyclingpapieren
Referenten: Christoph Braun, Category Manager Print, Antalis GmbH und Nicole Werner, Corporate Communication Managerin, Antalis GmbH
Recyclingpapiere können sich sehen lassen. Die klassischen Vorurteile sind out - Recyclingpapiere haben sich optisch, qualitativ und haptisch längst in die Liga der hochwertigen Akzidenzpapiere katapultiert.

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Aktuelle Ergebnisse im Recycling von Digitaldrucken mit Inkjet und HP Indigo ElectroInk
Referent: Erik Brammer, Product Manager – Commercial Sheet-fed Presses, Hewlett-Packard Indigo
Sind Digitaldruckerzeugnisse Gift für den Papierrecyclingprozess? Verhält sich die Deinkbarkeit von HP Indigo ElectroInk signifikant anders als die von Trockentoner? Ist Ingede Methode 11 das Maß aller Dinge für die Messbarkeit des Deinking?
Inbesondere seit der Drupa 2008 ist das Thema Deinking von Digitaldruckerzeugnissen im Papierrecyclingprozess sehr stark in den Fokus von Forschung, Druckdienstleistern und -verbänden, Behörden wie aber auch Herstellern geraten. Widersprüchliche Aussagen seitens der verschiedenen involvierten Parteien haben zu großer Verunsicherung unter den Druckdienstleistern und ihre Kunden geführt. Dieser Vortrag präsentiert die aktuellen Forschungsergebnisse von HP sowie DPDA (Digital Print Deinking Alliance) und versucht ein objektives, differenzierteres Bild des Themenkomplexes zu zeichnen.
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Verantwortung übernehmen - Marketing-Kampagnen effizient und nachhaltig gestalten!
Referenten: Klaus Göttler, Manager Logistics, Star Distribution und Benjamin Hillscher, Consultant Print and Media, Star Publishing
Im Dialog werden Star Publishing und Star Distribution die gesamte Prozesskette Medien, inklusive Produktionssteuerung und Logistik unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit beleuchten. Oftmals werden schon bei der Produktidee Entscheidungen getroffen, die eine unmittelbare Auswirkung auf die Medienproduktion und spätere Logistikdienstleistungen haben. Wir zeigen den Teilnehmer worauf es ankommt. Welche Optimierungspotenziale bieten sich? Was sind die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Medienproduktion? Welche Verpackungen werden idealerweise eingesetzt? Was sind die besten Lösungen? Hier lassen sich, durch frühzeitige Einbindung aller Prozesspartner, die passendste und nachhaltigste Variante auswählen. Wir wollen versuchen, Disziplin übergreifend, die Stellhebel aufzuzeigen und Umsetzungsbeispiele darzustellen. Wir schauen über den Tellerrand hinaus und zeigen allen, am Prozess beteiligten, Einblicke und Lösungswege für effiziente und nachhaltig gestaltete Marketingkampagnen.

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