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TECHNOLOGIE/PRODUKT-NEWS - 10.04.2019, 13:14 Uhr

"Qualitätsmanagement mit Proofs: Verbindliche Farbkommunikation bindet Kunden

Gerade beim Thema Proof, also der "farbverbindlichen Qualitätskontrolle schon vor dem Druck" hat sich fast unbemerkt in den letzten Jahren einiges entwickelt. Ein neuer Blick auf das Thema lohnt daher in jedem Fall.

1) Optische Aufheller – Fogra 51/52 und die Bildschirmdarstellung
Die Farbigkeit von Drucken auf modernen, hochweißen Bilderdruck- und Naturpapieren lässt sich auch an kalibrierten Vorsstufenmonitoren nur schlecht anzeigen. Seit Erscheinen von Fogra 51 und 52 und damit definierten Anteilen optische Aufheller wurden aber auch aufgehellte und marktgängigen Papiersorten angepasste Proofpapiere entwickelt und zertifiziert, die eine sehr gute Abstimmung von hochweiß-aufgehellten Auflagenpapieren zu aufgehellten Proofs bieten. Hat ihr Kunde bisher auf ein naturweißes Papier gedruckt, und möchte jetzt auf ein brillantweißes Papier wechseln, dann können Sie ihm den Unterschied durch Vergleichsproofs in Fogra 47 und Fogra 52 verbindlich zeigen.


2) ISO 12647-7:2016 - Weniger Toleranz, mehr Präzision
Ganz im Stillen wurden Ende 2016 für den Proof geringere Toleranzen bindend, wodurch die Kalibrationszyklen der Hersteller spürbar dichter wurden. Gute Proofdienstleister übertreffen aber selbst die neuen Toleranzen noch spürbar. Optimale Proofs kommen zumeist mit fast der Hälfte der zulässigen Toleranzen zurecht. Das Kalibrierziel im Proof liegt heute oft bei einer durchschnittlichen Farbabweichung von DeltaE00 < 0,5, also der Hälfte der Wahrnehmungsschwelle des menschlichen Auges. Moderne Proofs sind dadurch auch verbindlicher, wiederholgenauer und präziser als noch vor einigen Jahren.

3) PANTONE und HKS: Sonderfarbpräzision im Proof
Moderne Proofsysteme verfügen über Orange, Grün und Violett als zusätzlich zu CMYK druckende Pigmente. Dank des dadurch erzielbaren Farbumfanges sind Proofs heute in der Lage, über 99% aller PANTONE-Farben präzise wiederzugeben. Ist die Entscheidung für den Druck auf Naturpapier oder Bilderdruck noch nicht gefallen, dann können Sie jetzt zwei farb- und rechtsverbindliche Proofs anfertigen: Einen nach Fogra51 auf Bilderdruck mit einer PANTONE 1234 C und einen nach Fogra52 auf aufgehelltem Naturpapier mit einer PANTONE 1234 U, wobei die Proofs sogar jeweils auf Bilderdruck- und Naturpapier-Proofpapieren hergestellt werden. Ebenfalls neu seit 2016: Jetzt können sogar Sonderfarben verifiziert und mit einem Prüfprotokoll versehen werden. Damit werden auch 5/6/7/8- und nochmehrfarbige Proofs farb- und rechtsverbindlich nach ISO 12647-7:2016.

Fazit: Verbindlichkeit im Qualitätsmanagement ist "in".
In den letzten Jahren sind Proofs fast unbemerkt moderner, flexibler und spürbar präziser geworden. Es lohnt sich daher das Thema Proof wieder in ein modernes Qualitätsmanagement einzubeziehen. Der "Hardcopy"-Proof, also das geproofte Stück Papier bietet in der Auflagenproduktion Sicherheit und Verlässlichkeit für alle Beteiligten. Und das wiederum schafft Vertrauen und Kundenbindung.

Infos:
http://www.proof.de
http://shop.proof.de

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